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Das Jahr 2009

Das Jahr 2009 - aus der Sicht des Sportchefs

Im Jahr des Aufbruchs…

Vor exakt einem Jahr stand der TVB vor einem Scherbenhaufen: Der neu gegründete Volleyballclub und damit der Exodus von knapp 100 VolleyballerInnen aus dem Turnverein hinüber zum VBC bedrohte den Turnverein in seiner Existenz.
Wie weiter beim TVB?
Man schrieb Montag, den 20. Oktober 2008. In einem Schulzimmer im Untergeschoss der Sporthalle trafen sich der Vorstand des TVBs und ein paar unentwegte TVBler zu einer Sitzung. In einer Auslegeordnung wurde die dramatische Situation des Turnvereins deutlich.
Den Anwesenden war klar: Nur mit einer zündenden Idee kann der TVB das Steuer herumreissen und sich auf zu neuen Horizonten machen. Die Ratlosigkeit war nur von kurzer Dauer: Von mehreren Sitzungsteilnehmern wurde das Zauberwort „Unihockey“ in die Runde geworfen. Die Idee fanden alle toll – nur: Wer nimmt das Ruder in die Hand?
Der Chronist dieser Zeilen, als Ehrenmitglied und langjähriger Turner in besonderer Pflicht, stellte sich zur Verfügung, das Unihockey-Projekt beim TVB durchzuziehen.

 

Von da an ging alles (rasend) schnell – sämtliche Hürden wurden aus dem Weg geräumt oder mit dynamischen Schritten überquert.
Die Arbeit hinter den Kulissen – Ausschreibung des neuen Angebots, Ungewissheit über die Rückmeldungen, die Vorbereitung des ersten Trainings, die Koordination der Hallenbelegung, die Anmeldung beim Unihockeyverband, die Anmeldung der Teams für die Meisterschaft, die Bereitstellung der Finanzen, die Festlegung der Heimturniere, die Bestellung der Lizenzen, die Dresses für die vier Teams, der Besuch des J+S-Kurses in Magglingen, die Organisation der Trainingsspiele, der Kauf der Unihockeybande, die Suche von Sponsoren… - war und ist noch immer ein riesiger Chrampf (und entspricht wohl einem 20-Prozent-Pensum…)!
Aber es ist eine Aufgabe, die von einem ganzen Team getragen und unterstützt wird. Und wir alle haben das gleiche Ziel: Unihockey beim TVB soll eine Erfolgsgeschichte werden!

 

Dazu zwei kleine Beispiele:
Pascal Violetti ist erst seit Mitte August als Spieler bei den Herren dabei. Trotzdem hat er Ende August bereits beim Turnfest in Hölstein mitgemacht und Anfang September aus Interesse begonnen, eine Website für den Unihockey-Bereich (www.tvbunihockey.ch) des TVs zu erstellen – ich finde die Seite sensationell!
Steckbriefe über die SpielerInnen (mit Fotos), Spielpläne, Ranglisten, Fotos, Spielberichte, Topscorer und ein geniales Logo – es ist einfach alles dabei.
Als ich in Magglingen den Trainerkurs besuchte, hatten unsere Junioren D ihre ersten Matches. Noch am gleichen Abend konnte ich auf der Website die Spielbericht lesen…

 

Oder Christian Häusler: Er ist von Beginn an dabei. Als ehemaliger Spieler bringt er sehr viel Erfahrung und hilft uns in allen Belangen. So hat er den Schiri-Kurs besucht und pfeift für uns Matches, spielt bei den Herren, zudem hilft er mir im Training bei den Jüngsten, coacht die Junioren B und ist bei (fast) allen Spielen dabei.

 

Ganz zentral in unserer Organisation sind natürlich die Leiter/Trainer.
Simone Blank und Roger Wiesner machen einen ganz tollen Job. Mit einem grossen Effort gelang es uns, auch ein Team Juniorinnen A zu bilden. Simone drillt die jungen Damen hervorragend – bald werden auch die ersten Punkte in der Meisterschaft fällig.

 

Roger ist bei den Herren gefordert. Nach anfänglichen Mutationen hat er nun ein schlagkräftiges Team auf dem Feld.

 

Bei den Junioren B habe ich mit den (zu) grossen Erwartungen der Spieler und der Einstellung im Training zu kämpfen. Wenn die Jungs dran bleiben, können wir in einigen Jahren etwas erreichen – aber sie müssen mitziehen.
Die Jüngsten machen viel Freude. Auf ihr Konto gehen auch die ersten Meisterschaftspunkte der Unihockey-Abteilung! Mit einem 5:4-Sieg gleich im ersten Match ihrer Laufbahn haben sie einen prächtigen Einstand gegeben. Dass es im zweiten Spiel eine knappe und unverdiente 3:4-Niederlage gab (mit sieben Pfosten- oder Lattenknallern) trübte den ersten Spieltag nicht im geringsten.

 

Die Meisterschaft hat begonnen, die ersten Spiele sind vorbei. Nun müssen wir dran bleiben und die Anfangseuphorie in die nun kommende Periode mitnehmen. Ohne Training und ohne Engagement kommt man auch im Unihockey nirgends hin.
Man muss sich immer vor Augen halten, dass unsere Gegner teilweise schon seit Jahren zusammen Unihockey spielen. Da können wir nicht erwarten, dass wir auf Anhieb die Liga aufmischen und in jeder Partie als Helden vom Platz gehen können.
Wenn wir dies in die Trainings mitnehmen und daraus die Motivation holen, uns ständig in allen Belangen (technisch, läuferisch, taktisch…) zu verbessern, dann sind dies gute Voraussetzungen. Gewiss werden wir noch diverse Mutationen in unseren Teams sehen – wer den schnellen Erfolg sucht, wird wohl enttäuscht.
Wer aber genug Ausdauer und Geduld mitbringt, den werden wir in wenigen Jahren auf ein gutes sportliches Niveau hinführen können. Deshalb dürfen wir zum jetzigen Zeitpunkt den Resultaten nicht zu viel Bedeutung beimessen – auch wenn die hohen Niederlagen der Motivation nicht sehr förderlich sind.

Wahl Roland
Sportchef Unihockey