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Rivella Games Final

Bericht

Die Bubendörfer Schüler - alle aus dem Schulhaus Sappeten - hatten sich in der kantonalen Ausscheidung in der Kategorie Knaben 5./6. Klasse für die Finaltage in Aarau qualifiziert. Dort trafen sich 140 Teams mit knapp 1000 SpielerInnen aus 25 Kantonen, um die besten SchülerInnen-Teams der Schweiz zu küren.
Mit drei Viertklässlern und neun Fünftklässlern gehörten die Bubendörfer wohl zu den jüngsten Spielern am Finaltag. Zudem spielen die Bubendörfer erst seit knapp eineinhalb Jahren Unihockey, während wir in Aarau gegen Teams antreten mussten, die bereits halbe "Profis" in ihren Reihen hatten.
Wir hatten uns für Aarau viel vorgenommen und auch die Spieler waren sehr motiviert.
Unser erster Gegner kam aus dem Kanton Bern. Dieser Kanton ist die Unihockey-Hochburg der Schweiz, Wiler-Ersigen dominiert schon seit einigen Jahren die Unihockey-Szene bei den Herren. Es war ein verkrampftes, seltsames Spiel mit relativ wenigen Torszenen. Und als es bereits in die Schlussphase ging, kassierten wir dann gar noch ein Tor. Ein Spiel zum Vergessen. Alles, was uns in der Meisterschaft noch auszeichnete - gute Organisation und Raumaufteilung, solide Defensive, schnelle Vorstösse, Effizienz im Abschluss, unerbittlich im Zweikampf - schien wie Schnee von gestern. Wir kamen einfach nicht ins Spiel.
Auch im zweiten Match gegen Glarus lief es nicht nach unseren Vorstellungen. Bald lagen wir gegen einen nicht sonderlich starken Gegner mit 0:2 hinten. Immerhin gelang uns dann noch der Anschlusstreffer durch Florian Rudin. In der Schlussphase setzten wir alles auf eine Karte und ersetzten den Goalie durch einen weiteren Feldspieler. Doch auch dieser Massnahme war kein Erfolg beschieden.
So hockten wir dann ziemlich ratlos vor der Halle.
In den nächsten Match gegen Thurgau gingen wir mit drei ausgeglichenen Blöcken und dem Vorsatz, nun alles besser zu machen. Doch weit gefehlt. Mit den ersten drei Schüssen lag der Gegner bereits mit 3:0 vorne...
Die Thurgauer hatten sich wie durch Butter kombiniert, unsere Defensive blieb ob dem versierten Gegner nur noch das Staunen. Und auch der Goalie konnte die sehr platzierten Schüsse nicht behändigen. Mit einem Goaliewechsel setzten wir neue Impulse. Von diesem Moment an ging es eine Spur besser. Wir kämpften endlich so, wie wir das sonst eigentlich immer machen. Der Gegner war jedoch sackstark. Was die Jungs aus Thurgau auf dem Feld zeigten, war hohe Schule: Eine ideale Raumaufteilung mit einem zurückgezogenen Spieler, welcher mit seinen satten Schüssen immer wieder für Gefahr sorgte. Dribbel- und zweikampfstark setzten sie uns enorm unter Druck, drei weitere Tore waren die Folge. Im weiteren Verlauf des Turniers stiessen die Thurgauer bis in den Final vor, unterlagen erst dort den noch besseren Appenzellern.
Im Spiel der letzten Chance gegen Uri wollten wir den letzten Gruppenrang noch abwenden. Mit einem Sieg hätten wir den Sprung in den Achtelfinal knapp geschafft. Doch es kam anders. In regelmässigen Abständen kassierten wir insgesamt vier Tore - die Hoffnung aufs Weiterkommen löste sich in Luft auf...

 

Wir alle waren sehr enttäuscht.
Hätten wir einen tollen Tag erwischt, dann hätten wir in den ersten beiden Matches einen Sieg oder zumindest ein Unentschieden erreichen können. Doch wir kamen einfach nicht auf Touren. Zudem müssen wir ganz klar erkennen, dass es bereits auf dieser Altersstufe riesige Unterschiede bezüglich Spielkultur und technischen Fertigkeiten gibt. Wo wir ganz klar ansetzen müssen: Das schnelle Erfassen von Spielsituationen und die unmittelbare Schussabgabe. Bei uns dauert alles viel zu lange.
Aarau war in allen Belangen eine Lehrstunde. Nun müssen wir daraus die richtigen Schlüsse ziehen...

Rangliste

1. Appenzell AR
2. Thurgau
3. Graubünden
4. Zug
5. Schwyz
6. St. Gallen
7. Appenzell AI
8. Zürich
9. Solothurn
10. Uri
20. Baselland

Resultate

BL - Bern 0:1
BL - Glarus 1:2
BL - Thurgau 0:6
BL - Uri 0:4

Team

Für Baselland standen im Einsatz:
Tor: Valentin Graf, Patrick Benaglio
Feldspieler: Nico Aebischer, Christoph Blank, Lucas Timeus, Michael Papadopoulos, Mirco Vicent, Timon Herrmann, Sandro Eggel, Patric Donatsch, Florian Rudin, Simon Wahl